… so oder so ähnlich hatten Boulevard Blätter Jan Ullrich (33) über die Berge motivieren wollen. Zehn Jahre ist es nun her, dass der Tour-Sieger der Liebling der Medien war. Eigentlich ist es das aber wieder. Nur jagten ihn die Medien. Es ging um Doping und das ist bekanntlich schon lange ein Thema im Radsport. Bevor er aber heute seinen Rücktritt verkündete, hat er mal eben auf „die anderen“ verbal eingeprügelt. Da ist zum Beispiel Rudolf Scharping, Präsident des Bund Deutscher Radfahrer. Dieser in der Politik nur „laaaaaaangsam“ in Schwung gekommende Scharping sei ein „Schulterklopfer“ und befand die Nähe zu Ulle dann als gut, wenn er erfolgreich war. Wer erinnert sich nicht an Scharping im/am Servicewagen bei der Tour? Aber nicht nur er bekam sein Fett weg. Verbände, Experten und Behörden – alle Böse! Jan Ullrich wird nun beim österreichischen Team Volksbank als Berater arbeiten. Nach der Pressekonferenz sagte die Ex-Präsidentin des Bund Deutscher Radfahrer, Sylvia Schenk, im TV-Sender N24: „Am Anfang dachte ich, es ist nur peinlich, am Ende war es nur noch traurig. Es ist ein Abstieg, der da deutlich wird. Von einem ProTour-Team zum Berater bei einem zweitklassigen österreichischen Radsport-Team.“

Anmerkung am Rande: viele Radfahrer, die wie Ullrich im Sommer am Pranger standen, werden in diesem Jahr – spätestens im nächsten Jahr – wieder am Start sein.Doping ist im Radfahren ein Thema und wird ein Thema bleiben.