Von vielen schon aufs Abstellgleis gestellt, aber noch immer mehr Gefühl im linken Fuß als 90% der anderen Fußballer: Ansgar Brinkmann. Ich gestehe: ich bin ein Fan dieses Spielers und schätze mich glücklich ihn bei „meinem“ Verein kicken zu sehen. Gestern beim Pokalspiel im Westfalenpokal (4:1 für Preußen, ein Spiel vom „echten“ DFB Pokal entfernt) konnte Ansgar wieder einmal 25 Minuten von seinem Können zeigen. Keine 60 Sekunden auf dem Platz und schon bereitet er die bis da beste Aktion der zweiten Halbzeit vor. Eigentlich eine 100% – aber sie endete vor dem Pfosten. Aber das war noch nicht alles von der „Brinkmann-Show“. Besonders gegen so zweitklassige Gegner kann der „weiße Brasilianer“ sein Können mehr als nur aufblitzen lassen. Mal vernaschte er drei Gegner oder zog vier auf sich und machte dann den fast tödlichen Pass. Der stark auf die 40 zugehende Brinkmann zeigte zudem seine Antrittsschnelligkeit. Zugegeben, die Spieler aus Bochums kleinstem Stadtteil Kornharpen waren nicht die fixesten, aber Ansgar rannte spielend mit Ball an diesen Jungs vorbei. Kurz vor dem Ende durfte Ansgar noch mustergültig das 4:1 auflegen. Schade das er nicht 10 Jahre jünger und ohne seine Gebrechen ist – aber dann wäre er eher in der Nationalelf als bei Preußen Münster.