Noch ein Blog …

… aber wer braucht das?

Archive for Februar 2007

Der Banküberfall und die Medien

Februar 28, 2007, 5:16 pm

In Deutschland erinnert man sich mit schrecken an den 16. August 1988. An dem Tag startete das “Gladbecker Geiseldrama” und im Laufe dessen starben drei Menschen. In der späteren Aufrollung des Falls spielte die Presse eine besondere Rolle. Gab man doch den beiden Geiselnehmern eine Plattform für ihre wirren Gedanken.

Seit diesem Tag geht die Presse deutlich anders mit Geiselnehmern um. In Österreich sieht man das scheinbar anders. Bei dem gestrigen Bankraub mit anschließender Geiselnahme lies sich ein Reporter der Zeitung Österreich (ja, der Name ist auch der Name des Landes) zu einem Telefonat mit dem Gangster hinreißen. Das Protokoll (ein Dank an das pcx Forum für die “Übersetzung”) liest sich wie folgt (Video auf der Seite der Österreich (mittlerweile gelöscht, Youtube Mirror unten)):

Journalist: Ich wollte mit dem Herren sprechen der, der, äh der dort mit ein paar Leuten drinnen sitzt äh äh äh mit wem hab ich die Ehre?
X: Mitarbeiter der BAWAG.
Journalist: Verstehe. Das heißt Sie sind Geisel?
X: Ja.
Journalist: Was passiert jetzt gerade?
X: Wer sind sie bitte?
Journalist: Mein Name ist Hagyo von der Tageszeitung Österreich.
X: Nein bitte jetzt nicht, danke.
Journalist: Könnte ich bitte den Herren der Sie bedrängt sprechen?
X: Von wem sind Sie bitte?
Journalist: Österreich.
X: Ich verbinde sie.
Journalist: Danke sehr.

*Dudelmusik please hold the line*

Journalist: Ja guten Tag Hagyo. Hallo hallo?
Geiselnehmer: Hallo?
Journalist: Ja Hallo mein Name ist Hagyo…
Geiselnehmer: Hallo? Wer sind sie?
Journalist: Mein Name ist Hagyo von der Tageszeitung Österreich.
Geiselnehmer: Und was sind Sie für ein Landsmann?
Journalist: Ein Österreicher.
Geiselnehmer: Hagyo ist doch kein Landsmann.
Journalist: Doch doch. Glauben Sie mir.
Geiselnehmer: Ok. Und, weiter?
Journalist: Ich wollte fragen: Wie geht es Ihnen so?
Geiselnehmer: Wie geht es Ihnen?
Journalist: Mir geht es ausgezeichnet.
Geiselnehmer: Na sehen Sie.
Journalist: Aber, ich meine, das ist ja jetzt nicht die Frage, ich meine, ich habe gehört Ihnen sind Zigaretten geliefert worden.
Geiselnehmer: Was wurde mir geliefert?
Journalist: Zigaretten.
Geiselnehmer: Nein, wir haben keine Zigaretten.
Journalist: Sie haben keine Zigaretten bekommen?
Geiselnehmer: Nein, das war - sind Sie von der Kronenzeitung (Anm.: Hauptkonkurrent der Tageszeitung Österreich)
Journalist: Nein, von Österreich.
Geiselnehmer: Österreich. Pass auf einmal. Jetzt sag ich Dir einmal eines, Märchenprinz. Ich hab weder Zigaretten bekommen noch sonst etwas. Und später dann, werden wir noch einmal anrufen, dass wir endlich einmal aufs Klo gehen können. Weil das Klo ist abgesperrt.
Journalist: Wirklich. Und wieso ist es abgesperrt?
Geiselnehmer: Na weil es zu ist. Was heißt wieso ist es abgesperrt?
Journalist: Ist das normal dort?
Geiselnehmer: Ist das normal? (*wird ungehalten, sagt etwas mir unverstänliches*)
Journalist: Ja, ja, ja
Geiselnehmer: Pass auf einmal, ich kenne Dich nicht, wie heißt Du? Hodi, Hodi…? Warte einmal, willst Du eine geisel sprechen?
Journalist: Nein, nein. Ich wollte fragen wie es weitergehen wird. Wie schaut es denn aus?
Geiselnehmer: Was heißt wie es weitergeht? Woher haben Sie die Nummer überhaupt?
Journalist: Aus dem Telefonbuch.
Geiselnehmer: Das gibt es nicht.
Journalist: Sicher.
Geiselnehmer: Was heißt sicher? Wie redest Du mit mir? Was heißt sicher, das heißt ja.
Journalist: Ja.
Geiselnehmer lacht, sagt etwas unverständliches und legt auf.
Journalist: Hallo?

Man glaubt es kaum. Der Geiselnehmer ist, wenn man sich das Interview anhört, sehr aufgebracht und der Redakteur hat am Ende nicht einmal ein Story aber sicherlich die Geiseln in Gefahr gebracht.

Aber damit nicht genug! In einem APA Interview sagt Wolfgang Fellner, der Herausgeber dieser Zeitung, dass der Geiselnehmer kurz nach dem Telefonat mit der Zeitung aufgegeben hat - “Es wäre also besser, wenn man sich bei uns bedanken würde”. Scheinbar glaubt man, dass man mit dieser hervorragende Taktik den Täter zur Strecke gebracht hat. Ob dass der Herr Fellner wirklich glaubt?

Um den besonderen Humor unserer Nachbarn zu unterstreichen. Als der Banküberfall noch “lief” dachten Nachbarn der Bank etwas ganz besonderes aus. Sie hatten Boxen ans Fenster gestellt, aus denen laut der alte EAV-Hit “Ba, Ba, Banküberfall” schallte.

Ich würde an dieser Stelle gerne wissen was der Bankräuber dachte?

—Jörg | 1 comment
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Volle Pulle Ulle …

Februar 26, 2007, 1:46 pm

… so oder so ähnlich hatten Boulevard Blätter Jan Ullrich (33) über die Berge motivieren wollen. Zehn Jahre ist es nun her, dass der Tour-Sieger der Liebling der Medien war. Eigentlich ist es das aber wieder. Nur jagten ihn die Medien. Es ging um Doping und das ist bekanntlich schon lange ein Thema im Radsport. Bevor er aber heute seinen Rücktritt verkündete, hat er mal eben auf “die anderen” verbal eingeprügelt. Da ist zum Beispiel Rudolf Scharping, Präsident des Bund Deutscher Radfahrer. Dieser in der Politik nur “laaaaaaangsam” in Schwung gekommende Scharping sei ein “Schulterklopfer” und befand die Nähe zu Ulle dann als gut, wenn er erfolgreich war. Wer erinnert sich nicht an Scharping im/am Servicewagen bei der Tour? Aber nicht nur er bekam sein Fett weg. Verbände, Experten und Behörden - alle Böse! Jan Ullrich wird nun beim österreichischen Team Volksbank als Berater arbeiten. Nach der Pressekonferenz sagte die Ex-Präsidentin des Bund Deutscher Radfahrer, Sylvia Schenk, im TV-Sender N24: “Am Anfang dachte ich, es ist nur peinlich, am Ende war es nur noch traurig. Es ist ein Abstieg, der da deutlich wird. Von einem ProTour-Team zum Berater bei einem zweitklassigen österreichischen Radsport-Team.”

Anmerkung am Rande: viele Radfahrer, die wie Ullrich im Sommer am Pranger standen, werden in diesem Jahr - spätestens im nächsten Jahr - wieder am Start sein.Doping ist im Radfahren ein Thema und wird ein Thema bleiben.

—Jörg | no comments
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PlayStation 3 Brandspace - der etwas andere Kutter

Februar 24, 2007, 7:55 pm

Gestern war ich einer Einladung von Sony gefolgt und habe mir in Hamburg die PlayStation 3 Brandspace angesehen. Dies ist ein Hausboot, auf dem man in gemütlicher Atmosphäre die PlayStation 3 spielen kann. Eine wirklich angenehme Location! Eines hätte man mir aber sagen sollen: Hamburg ist kalt! Das muss ein besonders Phänomen sein. Als ich vor Jahren bei AOL in Hamburg war, war es kalt - im Sommer. Gestern fuhr ich bei 15 Grad (wir reden von Celsius) vor Ort los und kam bei 2,5 Grad (noch immer die selbe Einheit) in Hamburg an - um 15:00 Uhr. Okay wir haben Winter - aber nicht HIER!

Auch wenn Sony derzeit verbale Prügel einstecken muss und wirklich jeder noch mal oben ein drauf setzt (ist dann ja auch einfach): ich mag das Konzept der PlayStation 3 und bin fest von einem Erfolg überzeugt. MotorStorm? Wow! Ich bin von dem Spiel so begeistert, dass ich keine ganzen Sätze dazu schreiben kann. Es ist das Spiel, mit dem Sony am meisten zum PlayStation 3 Lunch in Europa punkten will. Sony wird es auch! Da bin ich mir sicher. Leider werden zum Launch aber so wenige Konsolen verkauft (weil es nur eine Millionen gibt), dass das Spiel nicht oft genug verkauft erden kann (zumindest hätte man mehr verkaufte Exemplare verdient). Und wenn wir bei “Brettern” sind. Virtua Tennis 3 macht SOOOOO viel Spaß. Besonders mit vier Spielern, gemütlich auf der Couch … eine Wucht!

Zurück zur PlayStation 3. Wenn die Konsole nicht so “klobig” aussehen würde, dann wäre sie einfach die perfekte Konsole. Für HD Filme muss ich mir nicht einen Brotkasten (bei der Xbox 360) zusätzlich ins Rack stellen, dank WLAN brauche ich zumindest ein Kabel weniger, für die Joypads brauche ich mir keine Akkus zu kaufen, 60 GB sind schon gut - aber wenn ich mehr will, dann baue ich einfach eine neue ein und muss nicht auf Sony warten, wenn ich lustig bin, dann spiele ich einfach Linux auf die Kiste …. es sind für mich einfach so viele Gründe für einen Erfolg (von den guten Eigenentwicklungen von Sony habe ich noch nicht einmal angefangen).

Ach ja. Nach vier Stunden Hausboot hatte ich gestern Nacht noch eine Art “schunkeln” Gefühl im Bett - hatte aber nichts mit dem Karneval zu tun!

—Jörg | no comments
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SecondLife, World of Warcraft oder das Ende des Lebens

Februar 20, 2007, 2:28 pm

Wife of Second Life

Dieses Comic trifft es zu 100%. Eigentlich muss ich dazu nicht viel schreiben - aber irgendwie muss es sein. Erst im Dezember durfte ich, unter anderem auch wegen World of Warcraft, zu einer Beerdigung. Es fing bei einem Clan-Freund erst mit World of Warcraft an. Eigentlich sorgte er immer dafür, dass wir mit einer großen Gruppe gemeinsam ins Kino gehen. Er sorgte für Karten und kümmerte sich um den ganzen Spaß. Dann wurde die Zeit knapper. World of Warcraft rief - das scheinbar sogar sehr laut. Die Zeit verstrich, man sah sich seltener. Zu unserem Weihnachtsessen kam er auch. Er war mittlerweile arbeitslos, eine Folge von World of Warcraft? Das hatte sicherlich Mitschuld. Aber er kam froh rüber, besser als sonst. Kurz zuvor erfuhren wir, dass sein Rechner defekt war und World of Warcraft war zur Zeit also nur noch bei einem Freund von ihm möglich. Wir hatten uns abends noch fröhlich getrennt und er wollte einige Tage später bei der Pokerrunde mitmachen. Eigentlich dachte keiner zu diesem Zeitpunkt, dass er den “Point of no Return” schon überschritten hatte. Drei Tage später wurde er morgens aufgehangen gefunden - Selbstmord. Warum ich das Schreibe? World of Warcraft ist bestimmt (ich spiele solche Spiele ja nicht) ein nettes Spiel. Aber es sorgte für eine soziale Isolation. Besonders schwerwiegend war bei Marco, dass er sich nicht helfen lassen wollte. Die Flucht in die virtuelle Realität ist eben einfacher.

SecondLife und World of Warcraft haben eines gemeinsam: egal wie die reale Welt gerade aussieht - die binäre bietet mir meine eigene schöne Scheinwelt. Harz IV, Arbeitslosigkeit, Überschuldung? Egal, ich habe entweder ein ultra rares Item oder meine binäre Traumhütte. Die Flucht in diese Scheinwelt ist einfach. Nur DSL, Strom und ein Rechner werden benötigt. Besonders der Hype rund um SecondLife macht mir Angst. Durch Spiegel und Stern Artikel, einer enormen Medienpräsenz und der Blog-Sphäre werden noch mehr Leute zu diesen Spielen getrieben. Sind die Spiele denn Gefährlich? Diese alleine sind sicherlich alles andere als Gefährlich. Spielen aber die “Falschen” diese Spiele, dann steigern sich diese vielleicht zu sehr in das Spiel hinein.

Wie gesagt: das sind Spiele und nicht das wirkliche Leben!

Ich kann nur hoffen, dass die Boomphase bald vorbei ist. Vielleicht wird es mal wieder hip mit seinen Freunden den Nachmittag auf dem Bolzplatz zu verbringen.

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Ein Hoch auf Ansgar Brinkmann

Februar 17, 2007, 8:13 pm

Von vielen schon aufs Abstellgleis gestellt, aber noch immer mehr Gefühl im linken Fuß als 90% der anderen Fußballer: Ansgar Brinkmann. Ich gestehe: ich bin ein Fan dieses Spielers und schätze mich glücklich ihn bei “meinem” Verein kicken zu sehen. Gestern beim Pokalspiel im Westfalenpokal (4:1 für Preußen, ein Spiel vom “echten” DFB Pokal entfernt) konnte Ansgar wieder einmal 25 Minuten von seinem Können zeigen. Keine 60 Sekunden auf dem Platz und schon bereitet er die bis da beste Aktion der zweiten Halbzeit vor. Eigentlich eine 100% - aber sie endete vor dem Pfosten. Aber das war noch nicht alles von der “Brinkmann-Show”. Besonders gegen so zweitklassige Gegner kann der “weiße Brasilianer” sein Können mehr als nur aufblitzen lassen. Mal vernaschte er drei Gegner oder zog vier auf sich und machte dann den fast tödlichen Pass. Der stark auf die 40 zugehende Brinkmann zeigte zudem seine Antrittsschnelligkeit. Zugegeben, die Spieler aus Bochums kleinstem Stadtteil Kornharpen waren nicht die fixesten, aber Ansgar rannte spielend mit Ball an diesen Jungs vorbei. Kurz vor dem Ende durfte Ansgar noch mustergültig das 4:1 auflegen. Schade das er nicht 10 Jahre jünger und ohne seine Gebrechen ist - aber dann wäre er eher in der Nationalelf als bei Preußen Münster.

Leider wird er aber schon bald

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Optimierung einer Webseite

Februar 15, 2007, 8:16 pm

Seite heute habe ich einen neuen Auftrag. Diesmal geht es um die Optimierung der Webseite der Firma Klaas. Zuerst starte die Optimierung ich “Offpage”. Zur Zeit hat die Seite - trotz des Alters - nur 50 bis 100 Backlinks (je nach Abfragemethode, eher 50 richtige). In der ersten Phase melde ich die Webseite per Hand bei vielen (passenden) Webkatalogen ein. Warum per Hand? Wenn man es per Script macht und immer die gleichen Texte nutzt, dann kann das zu einer Abwertung bei google führen. In Phase 2 verfasse ich Artikel über die Produkte der Firma (Schrägaufzüge, Alukräne) und werde diese bei Artikeldienste einbringen (zum Beispiel meinem eigenen Artikeldienst). Phase 3, 4 und 5 werde ich demnächst erläutern - bis da sollten aber die ersten Erfolge ersichtlich sein.

Zur Zeit kommen nur eine handvoll User über google zu Klaas Online - obwohl deren Produkte einen sehr guten Ruf haben und man die Marke in dem Sektor kennt. Dies und einen höheren Pagerank(tm) (zur Zeit 2) will ich nun langfristig erreichen.

Klaas Hauptseite

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PlayStation King

Februar 12, 2007, 5:20 pm

Seit heute steht es fest. Mein neustes Projekt, PlayStation King, geht am 23. Februar offizielle ans Netz. Zwar ist die Seite schon in ihrem fast finalen Design online, aber erst ab dem 23. wird sich nichts mehr ändern. Diese Webseite habe ich zusammen mit Stefan Ellerich gemacht und schon bald darf man mehr von uns erwarten ;)

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Komm ich jetzt innns Fernsehen?

Februar 10, 2007, 5:19 pm

Vor einigen Tagen kreiste eine Meldung durchs Netz unter anderem PC-Welt), dass das Fernsehen genau mich sucht. So zumindest las sich die “Stellenanzeige”. Man hat jemanden gesucht, der Spaß am Computer und der Technik hat (”hier!”), dessen Klamotten nicht die Schönsten sind (”Hier!”), der zwischen 26 und 35 ist (”HIER!”) und dessen Frisur und Freitagebart (der 7 Tage Bart) aufpoliert werden können (”HIIIIIIEEER!”). Schnell eine Bewerbung geschrieben, ein aktuelles und schönes Foto beigelegt und schnell abgeschickt.

Natürlich fragte ich mich schon, warum man einen Nerd, Geek oder Freak für das Fernsehen braucht? Die haben da doch schon genug! Die Befürchtung, dass die einen Idioten suchen, den sie vorführen können und bei dem jeder Zuschauer denkt “der Arme” war da, aber dieser Herausforderung würde ich mich mehr als gerne stellen.

War es doch die Möglichkeit mich und meine Hobbies im Fernsehen zu präsentieren. Besonders für videospiele.com, das ich ja explizit angegeben habe, habe ich mir einen Boom erwartet. Zudem hätte ich sicherlich über mein Lieblingsthema - den SC Preußen Münster - berichten können (obwohl das sicherlich passende herausgeschnitten worden wäre).

Gestern früh erreichte mich dann ein Anruf. Am anderen Ende war eine nette junge Dame und der Zufall wollte es so, dass es genau diese war, die auch den Aufruf in der PC Welt verfasst hatte. Zuerst fragte mit die junge Dame, ob ich nach München zu einem Casting kommen würde. “Aber natürlich!” - alles andere wäre auch doof von mir gewesen. Wie ich schon erhofft hatte, war meine Bewerbung gut angekommen. Ich solle mich natürlich nicht vor dem Casting rasieren oder stylen - naja, das sollte kein Problem sein.

Bevor aber alles in trockenen Tücher sein würde, wolle man noch etwas miteinander reden. So wollte man wissen, was so Geekig, Freakig oder Nerdig an mir wäre. Nun ja, ich erwähnte erneut, dass ich unter anderem jede mögliche und unmögliche Spielkonsole habe, ich eine alt eingesessene Webseite betreibe und in vielen Wochen auch mal gerne zwei Fußball Spiele am Platz ansehen würde. Scheinbar war das noch nicht “schlimm” genug und daher fragte man mich, was noch an mir “anders” wäre. “Spielen sie Yu-Gi-Oh”, “Rollenspiele? Online?”, “sind es mehr als 12 Stunden am PC pro Tag” … Hmpf. Ich erwähnte nochmal, dass ich auf jeden Fall übelst “aussehe” und meine Freundin sich über ein neues Styling freuen würde.

Jetzt war der Keks geknabbert! “Freundin?” …. man war etwas erstaunt - dabei hatte ich das genau so in die Bewerbung geschrieben. Extra nicht die Formulierung “eine Freundin” gewählt - es stand da schlicht und einfach “meine Freundin”. “Eigentlich suchen wir jemanden den wir mit besseren Styling und unseren Tipps besser an die Außenwelt anbinden können”. Hö? Warum schreibt man das bei der PC-Welt nicht so? Ich bin leider kein Kellerkind und soziale Kontakte pflege ich auch “draußen” und nicht nur über das Internet.

Scheinbar sucht man bei der Produktion den “typischen” Computer Hardcore Nutzer. Nur …. wird sich dieser Klischee behaftete Mensch bei einer Sendung melden, die ihn vielleicht mehr schadet als nutzt?

Schade. Ich wäre sicherlich eine Bereicherung für das Fernsehen geworden ;)

—Jörg | no comments
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